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Nach dem Sturm ist vor dem Code: Von verwüsteten Inseln und verbranntem Geld

23. Januar 2026

Nach dem Sturm ist vor dem Code: Von verwüsteten Inseln und verbranntem Geld

Lange nichts gehört, oder? Ja, es wird langsam Zeit, dass ich mich hier wieder melde. Aber wenn ihr die Nachrichten verfolgt habt, wisst ihr, was hier los war.

Der Sturm "Harry" ist über unsere Inseln gefegt und hat Malta und Gozo ganz schön verwüstet. Es ist immer wieder beeindruckend und beängstigend zugleich, wie klein man sich fühlt, wenn die Natur hier mitten im Mittelmeer ihre Muskeln spielen lässt.

Jahresanfang: Wenn Ingenieure in Dokumenten ertrinken

Aber kaum hat sich der Wind gelegt, tobt der Sturm im Büro weiter. Jahresbeginn in einer Tech-Firma bedeutet vor allem eins: Tausend neue Ideen. Für mich als Hardware Integration Engineer heißt das: "Swen, mach mal." Man schwimmt plötzlich durch ein Meer aus neuen Dokumentationen, Requirements und Ideen-Skizzen und soll daraus irgendwie lauffähige Programme zaubern. Es ist dieser Moment, in dem man sich zerreißt zwischen Theorie und Praxis, zwischen "Wäre schön" und "Funktioniert tatsächlich".

Der Spagat zwischen Self-Publishing und Verlag

Und als wäre der Kopf nicht schon voll genug, warten abends die Manuskripte. Da ist auf der einen Seite Teil 2 der RESET-Reihe, der im Selbstverlag erscheinen wird – hier bin ich Projektmanager, Lektorats-Koordinator und Cover-Chef in einem. Und auf der anderen Seite liegt da dieses andere Buch. Der Thriller. Das Projekt, das ich einem Verlag anbieten will. Das muss sitzen. Das muss poliert sein.

Das alles bedeutet: Stress. Positiver Stress meistens, aber Stress.

Ein teurer Rat: Die Amazon-Idiotensteuer

Ich könnte mich jetzt hier noch stundenlang über die Politik, das Wetter oder das Autorenleben auslassen (Stoff gäbe es genug!), aber ich möchte euch lieber einen handfesten Tipp geben, der euch bares Geld spart.

Ich habe in den letzten Wochen ein Experiment gewagt und das Ergebnis ist ernüchternd: Lasst euch von Amazon keine Werbekampagnen aufquatschen.

Wirklich. Lasst es. Das bringt null, nix, nada. Ich habe Geld in die Hand genommen, um es für euch zu testen, und mein Fazit ist hart: Amazon Ads wirken wie eine Idiotensteuer. Du zahlst dafür, dass dein Buch irgendwo angezeigt wird, aber der Effekt auf die Verkäufe war in meinem Test quasi nicht existent. Meine meisten Einnahmen habe ich immer organisch generiert – durch gute Keywords, Mundpropaganda und Social Media.

Die Ads verbrennen euer Budget schneller, als ihr "Bestseller" sagen könnt. Spart euch das Geld für ein gutes Lektorat oder ein professionelles Cover. Das ist nachhaltiger.

So, und jetzt tauche ich wieder ab in meine Hardware-Dokumentationen. Irgendjemand muss die Ideen ja zum Laufen bringen.

Bis bald, Swen


Swen Kalini